De laange Veit - Ausstellung und Buch

Echternach 10:00
Einzeltermin

Echternach 12:00
täglich bis zum 27.05.2018

De laange Veit - Ausstellung und Buch

Wunderbare Klänge hallten durch das kleine mittelalterliche Städtchen Epternacus. Die Frauen waren verzaubert und lauschten den sanften Tönen, die die Stille der Nacht durchdrangen. Sie spitzten die Ohren und probierten - durch das Stimmengewirr und das Atmen und Schnauben der Tiere auf den Höfen - Klangfetzen zu erhaschen. Nur Eine von ihnen konnte sich in das Herz des Musikers einschleichen. Es war eine wunderschöne Frau mit langen, dunklen, gewellten Haaren. Sie verliebte sich in den Urheber der Engelsklänge. Der Mann, dem Epternacus den Atem raubte, war sehr groß, hatte flinke Hände die auf seiner Fidel hin und her huschten um dem Instrument den Zauber zu entlocken der nach vielen Jahren der ganzen Umgebung den Verstand rauben sollte. Man nannte ihn De laange Veit.
Wir befinden uns im Jahre 719 in dem diese Luxemburger Sage ihren Platz gefunden hat. Der talentierte und bewunderte Musiker verließ das Städtchen, um mit seiner Frau ins gelobte Land zu pilgern und kam lange Zeit nicht zurück. Als er zu Ostern im Jahre 729 heimkehrte war er allein. Seine Kleidung war zerfetzt, sein Gesicht traurig und besorgt. Nur seine Fidel hing an seinen abgemagerten Schultern herab. Er schaute mit sehnsuchtsvollem, aber auch besorgtem Blick auf das Treiben in Epternacus. Er ging zu seinem Hof, den er zurückgelassen hatte aber man ließ ihn nicht ins Haus herein. Seine Familie trat ihm feindselig gegenüber.
Was war passiert? Wieso war seine Frau nicht an seiner Seite?

Diese Fragen, sowie historische Aspekte zur Entstehungsgeschichte Echternachs, finden ihre Antwort in dem, von der diplomierten Grafikdesignerin Andrée Pundel, kunstvoll und ganzseitig illustrierten Buch De laange Veit das vom 19. bis 27. Mai in der Galerie Denzelt auf dem Marktplatz in Echternach ausgestellt und zum Kauf von 18 Euro pro Exemplar angeboten wird.
1 Euro pro Buch wird der Fondation Cancer gespendet. Zeitgleich werden die Orginale der Illustrationen gezeigt, die man ebenfalls erwerben kann.
Die Galerie ist, in ständiger Anwesenheit der Künstlerin, von 12 bis 18 Uhr geöffnet. Am Pfingstdienstag, am Tag der Springprozession am 22. Mai stehen die Werke dem Publikum von 10 bis 19 Uhr zur Ansicht bereit. Der Eintritt ist frei.