Anrufwelle von Betrügern in der Region Trier

Trier. Gleich zu mehreren Anrufen mit betrügerischen Absichten kam es im aktuellen Wochenverlauf.

Ein Unbekannter hat sich am Mittwochnachmittag bei einem 55-Jährigen aus der Verbandsgemeinde Trier-Land gemeldet und sich als Mitarbeiter der Volksbank Trier ausgegeben. Er gab an, dass in diesem Moment das Bankkonto des 55-Jährigen von einer dritten Person gehackt werde. Um diesen Vorgang abzubrechen, müsse der angebliche Bank-Mitarbeiter TANs eingeben, die der 55-jährige bereitstellen müsse. Dieser ließ sich darauf ein und gab drei TANs an den ihm Unbekannten weiter. Später stellte der Geschädigte eine Abbuchung über einen mittleren vierstelligen Betrag fest.

Tipps der Polizei zu Ihrem Schutz

  • Geben Sie keine persönlichen Daten oder Informationen zu Bank- oder Kontodaten heraus. Kein Mitarbeiter eines Kreditinstituts verlangt von Ihnen die Herausgabe einer TAN-Nummer.
  • Sollte Sie ein solcher Anruf erreichen, sehen Sie eigenständig im Online-Banking-Portal nach, ob eine Abbuchung stattgefunden hat oder wenden Sie sich an die Service-Hotline Ihrer Bank.
  • Legen Sie in jedem Fall auf und rufen Sie, die Ihnen bekannte Rufnummer Ihres Kreditinstitutes an. Sollte es zu einem betrügerischen Anruf gekommen sein, wenden Sie sich bitte an die Polizei und erstatten eine Anzeige.

Unbekannte rufen als angebliche Polizisten an

Eine ältere Dame, ebenfalls aus der Verbandsgemeinde Trier-Land, erhielt am Donnerstag einen Anruf eines vermeintlichen Polizisten. Die Tochter sei in einen Verkehrsunfall verwickelt und schwer verletzt worden. Nur ein fünfstelliger Betrag könnte helfen, die Situation zu klären. Im letzten Moment konnte durch einen aufmerksamen Verwandten die Geldübergabe verhindert werden.

Insgesamt hat die Kriminalpolizei Trier in den vergangenen beiden Tagen 29 Fälle in Zusammenhang mit betrügerischen Anrufen erfasst. Die Betrüger variierten ihre Legende. Beispielsweise gaben sie auch vor, dass ein Familienmitglied festgenommen sei und forderten Bargeld zur Freilassung. Bei Zweifeln erzählten sie, dass keine Streife vor Ort erscheinen könnte, da die Geschädigten keinen negativen Corona-Test vorweisen könnten.

Tipps der Polizei zu Ihrem Schutz

  • Die Polizei wird Sie niemals um Geldbeträge bitten. Geben Sie am Telefon keine Details zu Ihren finanziellen Verhältnissen preis. - Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen wie Schmuck an unbekannte Personen.
  • Beenden Sie das Gespräch und erkundigen sich bei ihren Familiengehörigen, ob alles in Ordnung ist.
  • Rufen Sie selbst ihre nächste Polizeidienststelle an, nutzen Sie dazu nicht die Wahlwiederholung, sondern geben die Nummer eigenständig ein.
  • Warnen und sensibilisieren Sie Ihre Angehörigen.

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(RED)

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