Gladiators schlagen Chemnitz

97:92 Heimsieg gegen Aufstiegsaspiranten

Trier. Chemnitz' Zweitliga-Team musste als Favorit gelten und als Verlierer heimfahren: Drei Tage vor ihrer schweren Aufgabe in Bremerhaven triumphierten die RÖMERSTROM Gladiators mit 97:92.

Von Bernd Schneider  

Zwischen den Buchstaben "m" und "n" ist die Mitte des Alphabets und auch die Mitte des Stadtnamens Chemnitz. Das Stichwort Mitte passt zu dieser Stadt allerdings weder geographisch noch politisch noch basketballerisch. Da gilt eher die Selbsteinschätzung "Wo wir sind, ist oben", und bezüglich der BB-Profis ist diese Sicht eigentlich auch berechtigt. Denn die Sachsen beendeten die dem Playoff vorausgehende Hauptrunde 2018/19 auf dem ersten Rang. 51 Wochen nach einem 82:72-Sieg in Trier wurden die "Niners" ihrem hohen Standard jedoch nicht gerecht. Anders gesagt: Die Gladiators ließen dies mit ihrer Tagesarbeit nicht zu. Wobei die Chemnitzer  allerdings nach einem 62:79-Rückstand beinahe noch eine Verlängerung erzwangen. Konkret: Aus einem 90:78 für Trier wurde ein 90:90.  Gladiators-Trainer Christian Held freute deshalb am meisten, dass seine Schützlinge "Lösungen gefunden haben, als es eng wurde."                                

Verlierer-Coach Rodrigo Pastore packte den verbalen Hammer aus: "Wir waren 35 Minuten keine Mannschaft!" Wobei das Sieger-Team in den 40 Netto-Minuten nicht nur bei den stets erheblichen Rebounds ein stattliches Plus verzeichnete (33:25), sondern auch wesentlich höhere Prozentzahlen als der Gegner bei den Dreiern (46:32) und bei den Freiwürfen (90:72). Und auf keinem der drei Gebiete trug ein anderer Gladiator mehr bei als Jordan Geist, der allein im letzten Viertel sage und schreibe 14 Korbpunkte erzielte. Der 22-jährige Amerikaner betont, dass "lauter prima Jungs ihm den Einstand sehr erleichtert" hätten. Als Erklärung für Geists Top-Qualität reicht diese Aussage natürlich nicht. Es lässt sich ja für die Fans auch bestens damit leben, die Ursache nicht zu kennen. Und zu genießen, dass ein bestimmter anderer Amerikaner einfach nicht erschien. Effektiver als der stattdessen engagierter Geist wäre er wohl kaum.                  

Geists Teamkamerad Till Gloger hielt die Stichwörter Intensität und Aggressivität für angebracht und übersah nicht, dass "mehr als 90 gegnerische Punkte eigentlich zuviel" seien.                                     

Statistik des Tages  

  • Personalien: Aus dem 13-köpfigen Gladiators-Kader fehlte lediglich Kilian Dietz (Schulterverletzung).
  • Die Zuschauerzahl 2137 war um 80 größer als beim ersten Heimspiel und dürfte beim dritten am 13. Oktober übertroffen werden.   
  • Die Viertel-Separation vom 6. Oktober:  20:22, 26:21, 26:19,  25:30.    
  • Die Beteiligten bei und direkten Beteiligungen an den 97 Gladiators-Korbpunkten, jeweils in der ersten und zweiten Halbzeit (Spieler-Reihenfolge an den Einsatzzeiten orientiert):  Geist 6+18,  Dranginis 12+5,  Schmitz 5+5,  Bucknor 7+7,  Gloger 2+10,  Ilzhöfer 4+3,  R.Hennen 2+0,  Grün 4+1,  Schmikale 4+0,  Smit 0+2.              
  • Als erfolgreichster Chemnitzer erwies sich mit 23 Zählern Terrell Harris.                                
  • Die Bilanz aus sämtlichen Begnungen TR-C oder umgekehrt lautet nunmehr 6:8, in Trier 6:1.
  • Die erfolgreichsten fünf Gladiators-Korbschützen nach drei Saisonspielen:  Geist 70,  Bucknor 51,  Dranginis 31,  Gloger 30, Schmitz 25.  

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