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Miezen: Klare Niederlage zum Auftakt

Trier. Mit einer herben 21:35 (11:18)-Niederlage beim TSV Mainz 05 ist die DJK/MJC Trier in die neue Saison der 2. Frauenhandball-Bundesliga gestartet. Dabei konnten die Miezen nur in den ersten 20 Minuten mithalten. Trier war mit nur acht Feldspielerinnen am Start, Mainz setzte zwölf Akteurinnen dagegen.

An der personellen Schieflage im Vergleich zum Gegner will Trainerin Elena Vereschako die Niederlage nicht allein festmachen, denn "jede Spielerin muss in der Lage sein, 60 Minuten durchzuspielen" – dennoch lässt sich natürlich nicht leugnen, dass vier Wechselmöglichkeiten mehr Wirkung zeigen.
Das Endresultat lässt einen Mainzer Spaziergang vermuten, der war es aber definitiv nicht. Nach 20 Minuten lag die MJC nur knapp mit 10:11 zurück. "Bis dahin haben wir sehr stark gespielt, sogar besser, als ich es selbst erhofft hatte", so Vereschako. Bis dahin habe ihr Kader alle Vorgaben optimal umgesetzt und "wirklich guten, schönen und effektiven Handball gespielt."

Dass es sich beim Trierer Mannschaftsgefüge aber (noch) um ein fragiles Gebilde handelt, wurde in den Minuten danach deutlich. Bis zur 27. Minute folgte ein Mainzer 6:0-Lauf – ermöglicht durch reihenweise Fehlwürfe, garniert mit Ballverlusten und Fehlpässen. Gleichzeitig taten sich in der Abwehr gegen den teilweise ruppig agierenden Gegner große Löcher auf, die er konsequent zur 18:11-Halbzeitführung nutzte.

Arbeitsreiche kommen auf Miezen zu

In der Pause stellte Vereschako ihre Schützlinge taktisch neu ein und baute sie auch mental nochmals auf. Bis zum 13:21 (37.) hielt Trier den Abstand. Als dann Dovile Ilciukaite, die effektivste Mieze an diesem Abend, mit einer Zwei-Minuten-Strafe auf die Bank musste, fiel mit vier Mainzer Treffern in Serie die endgültige Entscheidung.

Passend zum Ergebnis sieht Vereschako arbeitsreiche Wochen auf sich und ihr Team zukommen. Wenig bis gar nichts gab es an der kämpferischen Einstellung zu kritisieren. Aber: "Wir müssen vor allem unser Umschaltspiel verbessern und im Abschluss konsequenter werden. Außerdem mahnt Vereschako "generell die Minimierung der Fehlerquote an". Der Bedarf lässt sich an zwei Werten festmachen. Allein nach dem Seitenwechsel produzierten die Miezen zehn Fehlpässe und vier Ballverluste.

Bis zum nächsten Meisterschaftsspiel bleiben den Miezen nun rund zwei Wochen Zeit, sich besser einzuspielen und ihre Form zu steigern. Am Samstag, 22. September (17 Uhr) müssen sie beim BSV Sachsen Zwickau antreten. Eine Woche später, am Samstag, 29. September (18 Uhr) feiert Trier dann in der Arena Trier die Heimspielpremiere der Saison 2018/19 gegen den TV Beyeröhde.

Statistik

DJK/MJC Trier:  Aleksandra Baranowska, Melanie Eckelt – Angela Petrovska (1), Hannah Sattler, Dovile Ilciukaite (8/2), Linsey Houben (5), Andrea Czanik (4), Vesna Tolic, Gabriella Szabo 2, Maja Zrnec (1).
TSV Mainz 05: Die besten Werferinnen für Mainz waren Denise Großheim (6), Larissa Platen und Elisa Burkholder (je 5).
Schiedsrichter: Markus Kauth/Andre Kolb – Zuschauer: 350

RED

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