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Seniorenbeirat kritisiert Entwurf für künftige Müllgebühr

Trier. Der Zweckverband Abfallwirtschaf Trier (A.R.T.) plant eine Gebührenerhöhung. Dafür gibt es jetzt Kritik vom Trierer Seniorenbeirat.

Der Seniorenbeirat hat in einem aktuellen Brief an den Stadtvorstand und die Fraktionen dafür plädiert, den Beschluss zur Neufassung der Müllgebühren zum 1. Januar 2020 nicht in der Ratssitzung am 29. August zu treffen und grundsätzliche Kritik am jetzigen Vorschlag der A.R.T geübt. Zur Begründung wird unter anderem darauf verwiesen, dass auf die Abfallmenge und auf die Leerungshäufigkeit und somit die künftige Höhe der Gebühren "nur Haushalte direkten Einfluss haben, die eine eigene Mülltonne haben. Nur sie können entscheiden, wie oft die Tonne zur Leerung bereitgestellt wird."

Erhebliches Konfliktpotenzial

Der Beirat sieht ein erhebliches Konfliktpotenzial bei Bewohnern von Mehrfamilienhäusern und Wohnanlagen, in denen statt einzelner Tonnen Container bereit gestellt sind: "Gerade in Trier gibt es – im Gegensatz zu den Landkreisen – eine sehr große Zahl solcher Anlagen. Insbesondere bei den Genossenschaften und bei anderen Wohnbaugesellschaften leben sehr viele Senioren. Ihnen ist es praktisch nicht möglich, auf den Entleerungsrhythmus Einfluss zu nehmen." Eine Lösung liege derzeit nicht vor. Nach Aussage der Wohnbauwirtschaft und dem Kenntnisstand des Beirates sei zudem noch nicht bekannt, wie hoch die Gebühren im Detail sein sollen, betont der Beirat in seinem Brief und ergänzt: "Gerade im Hinblick auf die zahlreichen (Senioren-)Haushalte in den Anlagen sind noch sehr viele Fragen zu klären, wie zum Beispiel: Wie kann die Müllmenge reduziert werden? Wie ist eine Zuordnung zum einzelnen Haushalt möglich?"

Teuerste Variante triff überwiegend Senioren

Außerdem seien Haushalte von älteren Menschen oder Personen mit körperlicher Einschränkung, die nicht in Wohnanlagen leben, oft auf den Hol- und Bringdienst angewiesen. Der Beirat ergänzt: "Wenn dieser künftig in Anspruch genommen werden muss, erhöhen sich die Gebühren erheblich: Dieser Service ist nur in Verbindung mit einer 14-tägigen Leerung möglich, selbst wenn die Müllmenge minimiert wird. Daneben werden auch die Gebühr für den Hol- und Bringdienst und für 13 zusätzliche Leerungen im Jahr berechnet. Somit trifft diese, von der A.R.T. vorgesehene teuerste Variante überwiegend Senioren und körperlich eingeschränkte Menschen." Aus Sicht des Seniorenbeirats, der immerhin 25 Prozent der Stadtbevölkerung repräsentiert, ist diese Kombination zu überdenken. Der Beirat erwartet nach eigener Aussage klare Antworten auf seine "berechtigten Fragen und Anmerkungen zu der geplanten Erhöhung der Müllgebühren und den damit verbundenen Auswirkungen für den Einzelnen."

RED/PA

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Kommentar von Ilona
Es ist absolut nachvollziehbar, dass es in Wohnanlagen oder Mehrfamilienhäusern mit Großbehältern, die dann auch noch den Hol- u. Bringdienst in Anspruch nehmen müssen zu Problemen kommen wird wenn die Gebühren sich nach den anfallenden Abfallmengen berechnet.
Der A.R.T. bietet aber doch einige verschiedene Größen an Abfallsammelbehältern an. Wenn die Möglichkeit nicht besteht, den Leerungsrhythmus zu beeinflussen, dann aber die Behältergröße.