Klimakranker Wald: Bäume werden entlang der K 139 gefällt

Baumfällarbeiten dauern vom 10. bis zum 14. Februar

VG Saarburg. Die Rekordhitze der beiden vergangenen Extremsommer, Dürre und Schädlingsbefall haben den heimischen Wäldern arg zugesetzt. Entlang der Kreisstraße K 139 zwischen Panzhaus und Serrig werden deshalb ab dem 10. Februar vertrocknete und kranke Bäume gefällt werden.

Mangelnde Standsicherheit der Bäume sowie drohender Ast- und Kronenbruch stellen hier eine zunehmende Gefahr für die Verkehrsteilnehmenden dar. Die Arbeiten werden voraussichtlich bis zum 14. Februar dauern.

Forstamt hat Sicherheit im Blick

"Die dramatischen Klimaveränderungen und deren Folgen beschäftigen uns derzeit in vielen Wäldern", sagt Förster Stefan Riss. Die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) rechnet für den Zeitraum 2010 bis 2019 mit dem weltweit wärmsten Jahrzehnt seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Im Forstamt Saarburg mussten in Folge der extrem trockenen Jahre 2018 und 2019 deshalb bereits rund 130.000 abgestorbene und geschädigte Bäume aufgearbeitet werden. Sie fielen Witterungsextremen und Schädlingen wie dem Borkenkäfer zum Opfer. "Gerade Waldbereiche mit einer erhöhten Verkehrssicherungspflicht haben wir besonders im Blick. Dazu zählen Flächen entlang öffentlicher Straßen, Wohnbebauung oder festen Erholungseinrichtungen", macht Stefan Riss deutlich.   

250 Fichten sollen gefällt werden

Bei der jetzt anstehenden Maßnahme entlang der Kreisstraße K 139 sollen rund 250 Fichten entnommen werden. Deren absterbende und abgestorbene Wurzeln bieten keine ausreichende Verankerung mehr im Boden. Das trockene und spröde Holz der Baumkronen oder einzelner Totäste könnte bereits bei leichten Stürmen herunterbrechen und Verkehrsteilnehmer gefährden. Zur Umsetzung der Arbeiten muss die betroffene Straße in der Zeit von 10. bis zum 14. Februar jeweils zwischen 8 und 16 Uhr gesperrt werden. Eine Umleitung ist vor Ort ausgeschildert. 

Bereiche mit kranken Bäumen zügig durchqueren

Losgelöst von solchen Bereichen mit erhöhter Verkehrssicherungspflicht, weist das Forstamt darauf hin, dass Erholungssuchende im Waldesinneren und auf Waldwegen grundsätzlich mit waldtypischen Gefahren rechnen müssen. Das hat der Bundesgerichtshof bestätigt um die Waldbesitzenden vor dem Hintergrund des freien Waldbetretungsrechtes nicht unzumutbar zu belasten. Die Forstleute empfehlen Bereiche mit kranken oder abgestorbenen Bäumen zügig und ohne Rast zu durchqueren.  

RED

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