Das war knapp! Miezen verlieren zu Hause hauchdünn

Frauenhandball: Triererinnen mit unnötiger Pleite

Stadt Trier. Mit 25:27 (13:12) verloren die Trierer Miezen das erste Heimspiel der Frauenhandball-Zweitliga-Saison 2015/2016 gegen den TSV Haunstetten und warten weiter auf den ersten Saisonsieg. Caroline Thomas sowie Torfrau Jessica Kockler spielen stark auf, können die Niederlage aber nicht verhindern.

 

"Diese Niederlage war völlig unnötig. Wir haben uns für den Aufwand den wir betrieben haben nicht belohnt", so eine sichtlich niedergeschlagene Judith Derbach. In der Tat erwies sich die knappe, am Ende aber auch verdiente 25:27-Niederlage gegen die Gäste aus dem Augsburger Stadtteil mehr als bitter, denn zumindest in Halbzeit eins diktierten die Moselanerinnen das Spielgeschehen. Der Ertrag zur Pause war allerdings mehr als dürftig, lediglich eine knappe 13:12-Führung stand da zu Buche. Dabei agierte die Mannschaft von Trainerin Daniela Filip vor der Pause souverän und ließ Haunstetten nicht ins Spiel kommen. Aufbauend auf einer überragenden Jessica Kockler, die ihren Kasten in der ersten Viertelstunde vernagelte und im weiteren Spielverlauf unter anderem vier 7-Meter entschärfte, lagen die Miezen 5:2 (13.) in Front. Die Gäste hingegen suchten nach ihrem Spiel, scheiterten aber immer wieder mit klaren Chancen an Kockler.

Trier zu fahrlässig

Trier hingegen verpasste es aus den Paraden seiner Torfrau weiteres Kapital zu schlagen und ging seinerseits fahrlässig mit den eigenen Wurfmöglichkeiten um. "Wir haben die gesamte Partie über zu viele Chancen liegen lassen, das rächt sich am Ende", monierte Filip auf der anschließenden Pressekonferenz. Und so kämpfte sich Haunstetten schrittweise in die Partie zurück, war beim 10:11 (27.) durch die erfahrene Annika Schmid wieder dran. Zur Pause war die Begegnung völlig offen. In Halbzeit zwei entwickelte sich ein verbissener Schlagabtausch, in der die Moselanerinnen zunächst vorlegen konnten und sich, angetrieben von Carolina Thomas, eine 17:15 (38.) herausspielten. Thomas übernahm in dieser Phase die Verantwortung, setzte ihre Mitspielerinnen immer wieder in Szene und war selbst torgefährlich. Zudem stand die 25 Jahre alte Rückkehrerin auch im Innenblock ihre Frau.

Vorentscheidung sieben Minuten vor Schluss

Haunstetten spielte in der Arena aber mit dem Selbstvertrauen von drei Siegen aus den ersten drei Spielen auf und ließ sich zu keinem Zeitpunkt beirren. Dem 17:17-Ausgleich (39.) folgte wenig später die erste Führung (18:17/41.). In der Folge konnte sich keines der beiden Teams absetzen, die Vorentscheidung fiel sieben Minuten vor Spielende, als die Bayern aus einem 23:24-Rückstand (53.) eine 26:24-Führung machten und diese über die Zeit brachten. Jubelnde Gäste auf der einen, frustrierte Miezen auf der anderen, so das Bild nach Abpfiff. "Diese Niederlage ist bitter und tut weh. Wir werden aber wieder aufstehen", erklärte eine kämpferische Filip auf der Pressekonferenz.

Pressemitteilung DJK/MJC Trier

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