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Besonders dreister Betrug: Polizei fahndet nach Täter

Stadt Trier. Die Polizei fahndet mit einem Foto einer Überwachungskamera nach einem Mann, der am 19. Oktober 2017 in Geschäften in Trier und Wittlich mit einer besonders dreisten Masche Bargeld erbeutet haben soll.

Zunächst war der bisher unbekannt Mann in einem Einkaufszentrum in Wittlich erschienen, verwickelte eine Verkäuferin in ein Gespräch und bat sie schließlich, einen 500-Euro-Schein zu wechseln. Er verschwand mit dem Wechselgeld, ohne den 500-Euro-Schein zu übergeben. Kurze Zeit später tauchte der Tatverdächtige in Trier auf. In einem Geschäft in Trier-Nord gab er ebenfalls an, Wechselgeld zu benötigen. Die angesprochene Mitarbeiterin fiel aber auf den Trick nicht herein. Anders erging es einer Mitarbeiterin eines Betriebes in der Paulinstraße. Hier stellte sich der Tatverdächtige als Geschäftsführer einer Pizzeria vor. Durch geschickte Gesprächsführung gelang es dem Mann eine größere Summe an Wechselgeld zu bekommen und das Gebäude zu verlassen.

Täterbeschreibung

Die Polizei veröffentlicht jetzt ein Foto von dem Mann, das von einer Überwachungskamera gemacht wurde. Der Tatverdächtige ist ein südländischer Typ, etwa 1.70 bis 1.75 Meter groß und untersetzt. Er ist etwa 50 bis 55 Jahre alt und hat lichtes Haar.

Die Kripo fragt:

Wer kennt den Mann auf dem Foto? Wer kann Angaben zu seinem Aufenthaltsort machen?
Wer kann sonstige Hinweise geben? Zeugen werden gebeten, sich an die Kripo Wittlich zu wenden, Telefon 06571/9500-241.

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Hetzerath im ganz großen Stil

Hetzerath. „Das hat was Städtisches“, mit diesem Satz fassten Besucher der 950-Jahrfeier Hetzeraths am Wochenende ihren Eindruck zusammen. Für eine 2100-Einwohner-Gemeinde gilt das als höchstes Lob. Zwei Tage lang hat Hetzerath tatsächlich Enormes auf die Beine gestellt und Volksfestatmosphäre geschaffen. Feuer und Famme für Hetzerath  „Feuer und Flamme für unser Dorf“ hatten die Organisatoren als Motto auserkoren. Sie versprachen nicht zu viel. Echte Begeisterung kam bei den Aktiven auf der Bühne rüber und die enge Verbundenheit mit dem Dorf zeigte sich in der Menge und dem echten Interesse der Besucher, die am Samstagabend zur Eröffnung der zweitägigen Jubiläumsfeier das Bürgerhaus und am Sonntag die Straßen füllten. Dem Motto entsprechend zogen sich die Themen Feuer und Licht konsequent durch das Showprogramm zum Start ins Jubiläumswochenende. Die lokalen Akteure wie der Musikverein, der Mandolinenverein, die Garde, der Chor Klangart, ein Percussion-Quintett und der Gospelchor demonstrierten, moderiert von Walter Feltes, wie vielfältig das Mitmach-Angebot in der wachsenden Ortsgemeinde ist. Ein Zeichen für Vielfalt setzten auch die Gäste aus Uganda, die sich zum Schluss des dreistündigen Bühnenprogramms beim Gospelchor „Crossover“ einreihten, das Publikum mit ihrem Schwung von den Sitzen rissen und es nach draußen führten. In nächtlicher Kulisse wirbelte dort ein Artist mit Feuerjonglage atmosphärische Flammenbilder in die schwarze Nacht. Danach wurde es andächtig still zum Zapfenstreich bis um Mitternacht. Zapfenstreich? Noch lange nicht im Sinne von Sperrstunde. Mit Postkutsche und Römerexpress durchs Dorf Am Sonntagmorgen hatten die letzten Partygäste das Bürgerhaus erst vor wenigen Stunden verlassen, als die Ersten ihre Stände aufbauten. Vereine und Gewerbetreibende schufen entlang der Hauptstraße und am Engelshof Anlaufstellen, die das Publikum neugierig machten und einluden. Das von Häusern schützend  eingefasste Rondell „Goldenes Eck“ erwies sich über den Tag als idealer Platz für den Kunsthandwerkermarkt. Die behagliche Atmosphäre machte Lust, sich an den Ständen mit den Kreativen in einen Plausch einzulassen, sich selbst im Schriftsetzen zu versuchen, dem Bienenvolk eines Hetzerather Imkers unter seinen Erläuterungen zuzusehen oder der swingenden Liveband um Werner Knopp hinter dem Gartenzaun zuzuhören. An den Ständen beteiligte sich auch die Delegation aus Uganda. Mitarbeiter des Hetzerather Partnerprojektes Sharing Youth Centre in Kampala hatten Textilarbeiten mitgebracht und boten im Café der Kulturen Speisen an.  Wer das Dorf erkunden wollte, konnte dafür in die Postkutsche oder den Trierer Römerexpress zusteigen und fuhr an Oldtimern und Musikbands vorbei bis zum Engelshof, wo er sich ein Joghurteis aus der Privat-Molkerei gönnte und Kinder das legendäre Riesenkaninchen Willi, Küken und Wildschweine bestaunten. So weit dann doch so dörflich, aber eben auch so schön. Mit professionellem Management der vielen Beteiligten, denen Hand in Hand ein reibungsloser Ablauf gelungen ist, mit Ideenreichtum und Mut zum Großen, hat Hetzerath gezeigt, was geht. Und dabei auch noch die Verbindung von Tradition und Aufbruch geschafft. Text/ Fotos: Sybille Schönhofen„Das hat was Städtisches“, mit diesem Satz fassten Besucher der 950-Jahrfeier Hetzeraths am Wochenende ihren Eindruck zusammen. Für eine 2100-Einwohner-Gemeinde gilt das als höchstes Lob. Zwei Tage lang hat Hetzerath tatsächlich Enormes auf die Beine…

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