Gladiators: Sieg gegen Nürnberg / Neuzugang vom Erstligisten

Austin Wiley wechselt von Ludwigsburg nach Trier

Stadt Trier. Mit Austin Wiley haben die Gladiators einen körperlich starken Center verpflichtet, der für mehr Präsenz unter dem Korb sorgen soll. Wiley stand seit Anfang des Jahres bei den MHP Riesen Ludwigsburg unter Vertrag und sollte dort den nach Spanien abgewanderten Elias Harris ersetzen. Wiley kam sogleich auch beim Spiel gegen Nürnberg zum Einsatz, das die Gladiators souverän gewinnen konnten.

Austin Wiley, in Birmingham, Alabama geboren, spielte zuvor für die renommierte Auburn University in der NCAA. Wiley misst 2,11 Meter bei 2,26 Meter Armspannweite und bringt 118 Kilogramm auf die Waage. In seinem letzten Jahr in der NCAA legte der Mann, der das Gladiators-Trikot mit der Nummer 50 tragen wird, 10,7 Punkte und 9,3 Rebounds pro Spiel auf. Vor allem defensiv zeigte Wiley immer wieder starke Auftritte, durchschnittlich blockte er 1,6 Würfe pro Partie. In Ludwigsburg bekam der athletische Big-Man nicht die gewünschte Rolle und somit wenig bis gar keine Spielzeit und möchte sich nun als Gladiator beweisen.

„Wir sind aufgrund für uns glücklicher Umstände noch einmal aktiv geworden und sehr glücklich einen hochtalentierten und körperlich starken Center in Austin gefunden zu haben“, erklärt Geschäftsführer Andre Ewertz. „Die Situation in Ludwigsburg war für beide Seiten nicht unbedingt zufriedenstellend und wir haben die Chance wahrgenommen bei Austin direkt zuzuschlagen. Unter dem Korb fehlt uns im bisherigen Saisonverlauf die Präsenz, was sich auf die Variabilität in unserem Spiel niedergeschlagen hat. Diese Schwachstelle haben wir nun hoffentlich behoben.

"Austin bringt unserem Kader Qualitäten, die uns bisher leider gefehlt haben. Er ist ein hervorragender Ringbeschützer und auch offensiv ist er in der Lage mit Kontakt zum Korb zu gehen. Das haben wir im bisherigen Saisonverlauf vermisst und das tat uns häufiger schon weh. Wir haben hohe Erwartungen an Austin und sind sicher, dass er diese erfüllen kann“, sagt Headcoach Marco van den Berg über seinen neuen Schützling.

Comebacks von Dubas und Clarke rücken näher

Ebenfalls gute Neuigkeiten gibt es aus dem Lazarett der Gladiators. Power Forward Jonathan Dubas wird nach seiner Handverletzung aus dem Hinspiel gegen Phoenix Hagen voraussichtlich in zwei Wochen wieder voll einsatzfähig sein. Auch Brody Clarke, der aufgrund einer notwendigen Operation am Fuß noch kein Saisonspiel für die Trierer absolvieren konnte, macht sehr gute Fortschritte und soll Mitte Februar wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Dank diesem Zeitplan kann Clarke sein Team beim Erreichen des Saisonziels - der Teilnahme an den Playoffs - unterstützen. Kapitän Jermaine Bucknor wird nach seiner Hüftoperation auf unbestimmte Zeit nicht zur Verfügung stehen. Hier gilt es den Heilungsverlauf abzuwarten und in Absprache mit der medizinischen Abteilung zu entscheiden, ob eine Rückkehr auf das Parkett in dieser Saison möglich ist.

Sieg gegen die Nürnberg Falcons

Nach drei Heimspielen in Folge reisten die Gladiators  zum nächsten Auswärtsspiel in der 2. Basketball Bundesliga zu den Nürnberg Falcons. Mit dabei: Center Austin Wiley, der von den MHP Riesen Ludwigsburg aus der BBL an die Mosel wechselte. Dafür fehlten die weiterhin verletzten Kaldiou Diouf, Jonathan Dubas, Brody Clarke und Jermaine Bucknor im Aufgebot von Headcoach Marco van den Berg.

Die erste Fünf der Gladiatoren bestand gegen Nürnberg aus Chase Adams, Dan Monteroso, Thomas Grün, Matt Freeman und Robert Nortmann. Die Trierer kamen gut in die Partie, spielten zu Beginn gute Abschlüsse für Nortmann und Freeman heraus und führten nach drei gespielten Minuten mit 8:3. Nürnberg kam in den folgenden Minuten zurück in die Partie und glich die Partie mit einem 5:0 Lauf zur Mitte des ersten Viertels aus (8:8, 5. Spielminute). Auch Austin Wiley kam zu diesem Zeitpunkt zu seinem ersten Einsatz im Gladiators-Trikot und zeigte mit gutem Rebounding und einem starken Block sofort, wie er dem Team helfen kann. Nach einem offensiven Schlagabtausch in den letzten Minuten endete das erste Viertel mit 17:17.

Das zweite Viertel startete mit zwei erfolgreichen Dreiern durch Kevin Smit und Thomas Grün, aber auch die Gastgeber trafen wieder besser aus dem Feld und hielten das Spiel ausgeglichen (24:24, 14. Spielminute). Defensiv erhöhten die Trierer nun ebenfalls das Tempo und sorgten vermehrt für Ballgewinne und schwere Würfe für die Falcons. So gelang es den Gästen von der Mosel eine 30:24 Führung herauszuspielen. Bis zum Ende der ersten Halbzeit hielten die Gladiatoren den defensiven Druck enorm hoch und spielten sich Angriff für Angriff freie Würfe heraus. So erhöhten die Trierer den Vorsprung zur Halbzeitpause auf 45:31.

Auch das zweite Viertel begann mit guten Offensivaktionen der RÖMERSTROM Gladiators, sodass die Führung der Gäste immer weiter wuchs. Nach fünf Minuten im dritten Viertel war es Neuzugang Austin Wiley, der auf 63:43 und damit auf eine Führung von zwanzig Punkten erhöhen konnte. Den Falcons aus Nürnberg merkte man zu diesem Zeitpunkt die fehlende Spielpraxis in dieser Saison an, defensiv hatten die Gastgeber oft große Probleme in der Abstimmung. Eine hohe Trefferquote der Gladiators sorgte neben der weiterhin starken Defense für eine 76:54 Führung der Trierer Profibasketballer zum Ende des dritten Spielabschnitts.

Die ersten zweieinhalb Minuten des letzten Viertels blieben ohne Korberfolg auf beiden Seiten bis die Nürnberger mit einem Lauf auf 76:62 verkürzen konnten (33. Spielminute). Im Laufe des Viertels stoppten die Gladiatoren den Lauf der Gastgeber und fanden selbst wieder gute Abschlüsse. So hielten die Moselstädter die Führung konstant im zweistelligen Bereich und letztlich sorgte Kevin Smit per Dreier für den 90:72 Endstand nach einer guten Teamleistung, sowohl offensiv als auch defensiv. Insgesamt punkten sechs Gladiatoren zweistellig und auch

Marco van den Berg, Headcoach RÖMERSTROM Gladiators Trier: “Ein wichtiger Auswärtssieg und ein gutes erstes Spiel von Austin Wiley. Die ausgeglichene Punkteverteilung zeigt, dass wir mit Teambasketball gewonnen haben. In der zweiten Hälfte hatten wir ein paar unnötige Ballverluste, aber letztlich war es ein gutes Spiel. Wir haben wieder eine ausgeglichene Bilanz und das Saisonziel Playoffs ist in Reichweite”.

(RED)

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