Internationaler Tag der Jugend:Maßnahmen für soziale Sicherheit gefordert

Stadt Trier. Anlässlich des Internationalen Tages der Jugend am 12. August fordert der DGB Region Trier entschiedene Maßnahmen für die Jugend.

Noch immer liegt die Arbeitslosigkeit bei jungen Leuten höherals der Durchschnitt aller Arbeitslosen. Während in Deutschland dieArbeitslosenquote bei den 15- bis 24-jährigen im Juni bei 7,9 %lag, beträgt diese über alle Altersgrenzen hinweg lediglich 6,8 %. Inder Region Trier sind 10 % aller Arbeitslosen junge Menschen. DasDilemma zeigt sich ganz besonders auch in den krisengeschütteltenLändern Europas, wo die junge Generation für Arbeit und soziale Sicherheitund gegen drastische Sparmaßnahmen, Arbeitslosigkeit,prekäre Beschäftigung und Ausbeutung auf die Straßen geht. In Spanienund Griechenland beispielsweise waren im Juni 2012 mehr als52 % der jungen Menschen arbeitslos.Es sei ein Skandal, dass noch immer junge Menschen zum Beispielmit unbezahlten Praktika abgespeist würden, anstatt sie auszubildenund ordnungsgemäß zu beschäftigen und zu entlohnen. "Junge Menschen,die in finanzieller Unsicherheit leben müssen, sehen für sichkeine Perspektive. Dabei müssen wir im Interesse Europas eben geradejunge Menschen dabei unterstützen, damit sie ihre Rolle in derGesellschaft finden können", so Schmitz. Dazu gehöre natürlich auch,dass Schluss gemacht werde mit dem "Parken" vieler Jugendlicher inWarteschleifen zwischen Schule und Ausbildung. Hierdurch würdendie Zahlen im internationalen Vergleich geschönt, stellten aber nichtdie tatsächlichen Verhältnisse dar.Aber selbst die jungen Menschen, die eine Arbeit gefunden haben,finden sich überdurchschnittlich oft in prekären Beschäftigungsverhältnissenwieder. Schmitz: "Es ist aus gewerkschaftlicher, aber ganzbesonders auch aus gesellschaftlicher Sicht ein unhaltbarer Zustand,dass Leiharbeit, befristete Beschäftigung und oftmals unentgeltlichePraktika die Lebensrealität einer ganzen Generation sind. Wer aberdie Zukunfts- und Lebensperspektiven für die junge Generation ändernwill, muss diese Missstände beseitigen!""Was wir brauchen, sind Maßnahmen aktiver Beschäftigungs- undBildungspolitik für junge Menschen, in der Region und europaweit!",fordert Christian Z. Schmitz, Geschäftsführer des DGB Region Trier.Der DGB fordert daher unter anderem die Begrenzung von Mehrarbeit,höhere Spitzensteuersätze, eine Vermögensabgabe für Superreichesowie endlich die Einführung der Finanztransaktionssteuer.Gleichzeitig setzten Bund und Land mit der Schuldenbremse das falscheSignal, wie sich an der aktuellen Diskussion in der Stadt Trierzeige. Hier seien insbesondere Projekte im sozialen Bereich ernsthaftbedroht. "Im Rahmen der DGB-Kampagne ?Handlungsfähiger Staat'werden wir diese Problematik in das Bewusstsein der Öffentlichkeitrücken", kündigte DGB-Regionsgeschäftsführer Christian Z. Schmitzan.

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