Schnelltests für alle: Trier steht in den Startlöchern

Stadt Trier. Die Stadt Trier arbeitet derzeit mit Hochdruck daran, allen Triererinnen und Trierern die vom Bund versprochene Corona-Schnelltestung zu ermöglichen.

Gesundheitsminister Jens Spahn hatte gesagt, dass allen Bürgern kostenlose Schnelltests angeboten werden sollen, die von geschultem Personal abzunehmen sind. Die Bundesregierung will die geplante Ausdehnung von Corona-Schnelltests aber zunächst mit den Bundesländern besprechen. Ohne diese Gespräche abzuwarten, bereitet sich die Stadt Trier bereits jetzt vor. „Wir stehen in den Startlöchern, um gemeinsam mit Ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeitenden dieses Angebot innerhalb kürzester Zeit auf die Beine zu stellen“, erklärt Oberbürgermeister Wolfram Leibe mit Blick auf die Ankündigung des Bundes, die dann vor Ort umgesetzt werden muss, „wir könnten schon nächste Woche starten, warten aber ordnungshalber die Gespräche von Bund und Ländern am 3. März ab.“

Derzeit ist geplant, die für die Bürgerinnen und Bürger kostenlosen Schnelltests im Messepark anzubieten. Die vorhandenen Einrichtungen der dort vorhandenen Corona-Teststation, in der zur Zeit jeden Samstag von 14 bis 18 Uhr Personen mit Symptomen oder vom Gesundheitsamt geschickte Personen getestet werden, sollen dazu baulich angepasst werden. „Nach unseren Vorstellungen werden wir dann dort von Montag bis Freitag jeweils von 16 bis 20 Uhr Schnelltests anbieten, die von geschultem Personal durchgeführt werden.“

Wichtiger Unterschied zur normalen Teststation soll sein, dass man sich zum schnelltesten zuvor online anmelden muss und dann einen Termin erhält. „Das ist erforderlich, um Verkehrschaos und lange Warteschlangen zu verhindern“, erklärt Leibe. Bei der Online-Anmeldung arbeite man mit lokalen Anbietern zusammen, auch um diese in einer schwierigen Zeit wirtschaftlich zu unterstützen. Zudem muss bei der Anmeldung der Wohnort angegeben und vor Ort dann durch den Ausweis nachgewiesen werden. Denn: „Wir können aus organisatorischen Gründen nur Personen schnelltesten, die mit Wohnsitz in Trier angemeldet sind. Weiterer Unterschied zum bisherigen Testzentrum: Nur Personen ohne Symptome werden getestet. Vorteil in Trier: Wird jemand per Schnelltest positiv auf Covid19 getestet, wird er gleich vor Ort mit einem PCR-Test noch einmal getestet. Die Nachtestung ist laut Robert-Koch-Institut (RKI) Vorschrift. „Damit verhindern wir dann, dass jemand, bei dem der Schnelltest angeschlagen hat, eventuell noch durch die ganze Stadt läuft auf der Suche nach einer anderen Testmöglichkeit, erläutert der Oberbürgermeister dieses Angebot.

Federführend koordiniert wird diese Schnelltestmöglichkeit selbstverständlich von der Trierer Berufsfeuerwehr. Mit ins Boot sollen auch Mitarbeitende der Stadtverwaltung und Ehrenamtliche von Hilfsorganisationen und Freiwilliger Feuerwehr. Schon jetzt haben sich rund 90 Ehrenamtliche von der freiwilligen Löschzüge aus Trier und von Hilfsorganisationen gemeldet. „Ohne Ehrenamtliche packen wir das nicht“, sagt Leibe, „das ist eine weitere große Belastung für unsere Feuerwehr und der Hilfsorganisationen, die schon jetzt bei der Pandemiebekämpfung in vorderster Reihe stehen und dabei großartige Arbeit leisten“, erklärt Oberbürgermeister Wolfram Leibe. Konkrete Hinweise über das Prozedere zum Schnelltesten werden veröffentlicht, sobald Bund und Ländern ein genaues Vorgehen vereinbart haben.

(RED)

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.