Trier: Weltkriegsbombe in Euren entschärft

Rund 2.000 Personen mussten evakuiert werden

Stadt Trier. Der 250-Kilogramm schwere Blindgänger, der in Euren bei Bauarbeiten gefunden wurde, ist am heutigen Sonntag entschärft worden. Die zur Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) gehörenden Spezialisten des Kampfmittelräumdienstes Rheinland-Pfalz rund um Marco Ofenstein meldeten um 13.08 Uhr „Die Bombe ist erfolgreich entschärft“.


Ein Gebiet von 500 Metern rund um den Fundort wurde evakuiert, rund 2000 Personen mussten ihre Wohnungen verlassen. 60 betroffene Bürgerinnen und Bürger nutzten die beiden Pendelbusse, mit denen die Stadtwerke die Evakuierung unterstützten. 69 Personen nahmen das Betreuungsangebot in der Messehalle wahr, das die Schnelle Einsatz Gruppe (SEG) Trier bestehend aus Deutsches Rotes Kreuz (DRK) Trier, Arbeiter-Samariter Bund (ASB) Trier, Malteser Hilfsdienst (MHD) Irsch und Technisches Hilfswerk (THW) Ortsverband Trier organisierte.

Der Einsatz zur Entschärfung lief insgesamt planmäßig. In zwei Fällen musste die Polizei Personen aus ihren Wohnungen holen, die den Gefahrenbereich nicht von sich aus verlassen wollten. Die Einsatzkräfte mussten wiederholt Radfahrer, die in das schon gesperrte Gebiet fahren wollten, von diesem Vorhaben abhalten.

OB Leibe: "Dank gilt den Helfern"

Etwa 350 ehren- und hauptamtliche Kräfte waren am Sonntag für die Sicherheit der Trierer Bevölkerung im Einsatz. Oberbürgermeister Wolfram Leibe und Feuerwehrdezernent Thomas Schmitt, die den Einsatz vor Ort begleiteten, bedankten sich bei allen Helferinnen und Helfern für ihre Arbeit.

Die Polizei sicherte auch mit Hilfe eines Polizeihubschraubers das Gelände. Die Berufsfeuerwehr Trier wurde unterstützt von den Löschzügen aus Euren, Herresthal, Zewen, Kürenz, Biewer, Pfalzel, Ehrang, Irsch und Ruwer. Mitarbeiter der Stadtwerke Trier waren unter anderem mit zwei mobilen Einsatztrupps vor Ort. Von Seiten der Stadtverwaltung waren Ordnungsamt, Presseamt, Tiefbauamt/Straßenverkehrsbehörde und das Servicecenter 115 mit einer Notfall-Hotline im Einsatz. Der Kommunale Vollzugsdienst, der die Bombe seit Dienstag rund um die Uhr bewacht hatte, meldete keine Störungen. In der Nacht vor der Entschärfung schaute lediglich ein Fuchs vorbei.

Der Blindgänger war am Dienstag um 12.35 Uhr bei Bauarbeiten in Trier-Euren gefunden worden. Es handelte sich um eine 250 Kilogramm schwere britische Fliegerbombe des Typs MC 500 mit einem Aufschlagzünder No. 30 im Heck. Die Bombe lag in 1,20 bis 1,30 Tiefe. Gefunden wurde die Bombe bei routinemäßigen Sondierungen im Zuge der Bauarbeiten für ein neues Kleinspielfeld bei der Bezirkssporthalle Trier-West.

PA/Red/Fotos und Video: WSTTV

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